Horst Krischke

 

Rain am Lech

 

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Mein "Fotostudio"...

 

  ...der Begriff ist wohl etwas hochgegriffen.

 

Am Ende aber, denke ich, zählt das Ergebnis.

 

  Es ist eigentlich wie immer, wenn es um's Hobby und dessen Kosten geht. Man muß sich nur etwas Gedanken machen, um nicht ständig recht viel Geld im Hobby liegen zu lassen. Um einigermaßen schöne Bilder zu schießen, muß es nicht immer die teuerste Ausrüstung sein.

 

Um es auch anderen Aquarianern zu ersparen seinen Motiven hinterherzuschwimmen oder stundenlang in Lauerstellung zu verharren, möchte ich hier meinen Aufbau erklären.

Vorausschickend sei zu erwähnen, das dieser Aufbau nicht für alle Fische geeignet ist, aber gerade Kampffische, Korallenplatys und alle, die nicht verblassen beim Herausfangen kann man so Klasse ablichten.

 

 

Zunächst zur Kamera.

 

In meinem Fall ist es eine Canon EOS 1000D. Eine relativ günstige digitale Spiegelreflexkamera, die ohne groß Probleme zu machen, jetzt im vierten Jahr ihre Arbeit leistet.

Auf dem Gehäuse der Canon sitzt ein Sigma 18-250 Objektiv.

Es sollte also eine Kamera sein, mit der es möglich ist, einen externen Blitz auszulösen. Dazu kommt auf den Blitzschuh ein Funk-Blitzauslöser, der ein Signal an einen Empfänger sendet, der dann wiederum den externen Blitz auslöst.

Das Ganze sieht dann so aus:

Canon 1000D mit Sigma 18-250 Objektiv und Funk-Blitzauslöser
Canon 1000D mit Sigma 18-250 Objektiv und Funk-Blitzauslöser
Canon Speedlite 430EX II Blitzgerät mit Empfänger
Canon Speedlite 430EX II Blitzgerät mit Empfänger

Hama Studioblitzgerät SF-30 E
Hama Studioblitzgerät SF-30 E

 

 

 

 

 

 

 

Bei meinem Aufbau kommt jetzt noch ein Blitzgerät zum Einsatz. Das Hama Studioblitzgerät SF-30 E mit Dauerlicht, montiert auf einem Stativ.

Dieses Blitzgerät besitzt eine Fotozelle, durch diese er automatisch auslöst, wenn ein anderer Blitz Licht abgibt.

Natürlich kann man auch das kleinere Blitzgerät über den nun folgenden Aufbau montieren.

Geht ebenso.

Meine "Location", wie es ja jetzt neudeutsch heißt, ist eine Pappedeckelschachtel (das Wort hab' ich extra gegoogled).

Versehen mit drei großen Ausschnitten links, rechts und oben.

So kann man auch über links und/oder rechts das Foto ausleuchten.

Hier sind der Fantasie des Fotografen ja letztlich keine Grenzen gesetzt.

Diese Öffnungen werden nun mit Brotzeitpapier abgeklebt, um dem einfallenden Blitzlicht etwas die Härte zu nehmen, es also diffuser erscheinen zu lassen.

Dieses grazile, formvollendete Bauwerk sieht dann am Ende folgendermaßen aus:

"Die Location" muß nicht teuer und aufwendig sein
"Die Location" muß nicht teuer und aufwendig sein

Das Fotoaquarium hat die Maße 15x10x10 cm, könnte aber auch jedes andere Maß haben, sodaß die abzulichtenden Tiere genug Schwimmraum haben, sich aber nicht "verziehen" können.

Hinter das Glas wird nun ein Foto mit aquaristischem Hintergrund angebracht (Fantasie ist grenzenlos). Um das Ganze abzurunden, kann auch noch eine Hand voll Bodengrund eingebracht werden.

 

Auf so kurze Distanz zu fotografieren bedeuted auch sehr sauber zu arbeiten.

Im wahrsten Sinne des Wortes, sollte die Frontscheibe ohne Kratzer innen wie außen, ohne Luftblasen innen und ohne Staub und Kalkflecken auf der Außenseite sein.

  Diese Auffälligkeiten sind gerade bei einer großen Blendenzahleinstellung, wenn überhaupt, sehr nervig, mühevoll und aufwendig mit einem Bildbearbeitungsprogramm zu entfernen.

Ich arbeite lieber mit einer kleinen Blendenzahl, also wenig Tiefenschärfe, um dem Bild noch etwas mehr Spannung zu verleihen.

So zu fotografieren bedeuted aber auch viel Ausschußbilder zu produzieren. Positive Überraschungen, mit denen man nicht rechnet, sind jedoch bei jeder Session ebenso dabei. Das sind dann die Momente, die einem den Tag versüßen, wenn man die Speicherkarte der Kamera in den PC steckt.

Der komplette Aufbau meines Studios sieht am Ende so aus wie auf dem Bild rechts zu sehen.

Um in meinem fortgeschrittenem Alter nicht auf Komfort verzichten zu müssen, hab ich den Aufbau der "Location" (ein schönes Wort) extra auf dem Terrarium meiner Kornnattern vorgenommen. Zusammen mit meinem Barhocker kann ich dann bequem abwarten, bis sich die "Models" endlich dazu aufraffen können, sich für mich und meinen Fotoapparat in Pose zu schwimmen.

 

Zu guter Letzt sollte man darauf achten, das sich nichts im Aquariumfrontglas spiegelt. Deshalb am einfachsten das Zimmer abdunkeln, gerade wenn man Fotos von einem größeren Schauaquarium machen möchte.

 

Außerdem kann man seine Fotos auch mit einer Nahlinse noch besser in Szene setzen. Diese wird vor  oder besser auf das Objektiv geschraubt, um auf noch kürzere Distanz zum Fisch gehen und auch Detailaufnahmen machen zu können.

 

Natürlich bearbeite ich meine Bilder auch noch mit einem guten Bildbearbeitungsprogramm auf meinem Mac.

Zuschneiden, Kontraste verändern,...

Alles legitim, wenn am Ende das Ergebnis stimmt.

 

  Ich seh den ein oder Anderen von euch schon basteln.

 

Und vor allem möchte ich gerne fantasievolle Fotos von euch sehen.

Gebt mir bitte durch einen Kommentar auf dieser Seite weiter unten Bescheid, wenn auf diese Weise tolle Fotostrecken zu Stande gekommen sind.

Bin schon gespannt wie dieser Flitzebogen, von dem alle reden.

 

Also viel Spaß mit allem was ihr macht.

 

Gruß

Horst

 

 

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Kommentare: 2
  • #1

    korallenplaty (Freitag, 13 April 2012 16:45)

    Toller Bericht Horst.....da bekommt man Lust zum Nachmachen! Vor allem "die Location" find ich echt klasse und sehr gelungen. Stimmt nämlich wirklich...gutes muss nicht teuer sein.

  • #2

    Biggi (Sonntag, 02 September 2012 16:11)

    Ich bin schon wieder erstaunt. Welche Talente schlummern denn noch in dir? du brauchst dir jedenfalls keine Sorgen um deine Existenz machen. So ein Multitalent wie du kommt immer durch.