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Speedy Schröder

 Die Freibad Maus


Auf den ersten Blick ist ein Bild von einer Maus zugegebenermaßen nichts Besonderes.

Stimmt, aber...

Ein Bild von einer Maus im öffentlichen Freibad ist vielleicht schon ein bisschen aufregender, reißt die scheintote Omma aber auch nicht unbedingt aus dem Schlafsessel.

Wenn man sich aber, so wie ich es tat, eine Woche lang, Tag für Tag, langsam aber sicher das Vertrauen der Maus verdienen muß, ist das Bild dieser Maus schon eher etwas Besonderes.

Mit selbstgepflücktem Bestechungslöwenzahn und Restkarotten meiner eigenen Freibad-Brotzeit bestach ich diese Maus auf Teufel komm raus. Stellt euch mal folgendes Bild vor. Während andere Freibadgäste im Wasser planschen, ist ein 46jähriger mit Badeshorts und Badeschlappen bekleidet auf der Suche nach jungem Löwenzahn. Irre,...

 

Aber nun langsam von vorn.

Es ist meine dritte Urlaubswoche, Super Badewetter. Also machten sich meine Frau Inge und ich uns auf den Weg in das Freibad nach Donauwörth. Unser angestammter Liegeplatz ist wie meistens noch frei. Wir breiteten unsere Sonnenliegen aus und da machte ich Inge schon aufmerksam auf die "Mauslöcher".

Da ich keine große Wasserratte bin, lag ich also mit Bob Marley im Ohr auf der Liege. Aus meinem peripheren Blickwinkel bewegte sich ständig etwas, was sich bei Eigenbewegung einstellte.

Mit neu ausgerichteter Sonnenliege und still verharrend, wartete ich auf den Schatten meiner Peripherie.

Nach nicht langer Zeit, aber schon etwas errötetem Rücken sahen wir uns zum ersten Mal.

Speedy und ich.

Ich liegend, sie auf allen Vieren in "Hab acht!" - Stellung aus ihrem Bau herausspionierend.

Auge in Auge mit einem wilden Tier.

Aufregendes Deutschland.

Zu dieser Zeit war das schon ein kleiner Erfolg meiner Expedition ins Tierreich einer Maus. Wir waren nur knappe zwei Meter voneinander entfernt. Sie konnte also die Farbe meiner Augen erkennen und scheinbar war ich ihr nicht unsympathisch. Denn das war nicht unser letzter Auge in Auge Kontakt an diesem Tag.

Nachdem sie dann mal wieder Schutz in ihrer unterirdischen Burg suchte, wuchtete ich mich von meiner Sonnenliege, um sie etwas näher an eines ihrer Aus- bzw. Eingangslöcher zu stellen.

Mein Plan ging sowas von super auf.

Jeden Tag schönes Badewetter hieß jeden Tag ein Stückchen näher an Speedy heran kommen. Und das alles ohne großen Rückschlag, so wie das die professionellen Tierfilmer meist erleben. Nicht so bei Speedy und mir.

Am Ende entstanden der kleine Film und die Bilder auf meiner Handykamera, die in einem Abstand von ca. 30cm Entfernung zur Maus aufgenommen wurden.

Aus der Hand hat Speedy mir zwar noch nicht gefressen, aber auch so war es ein tolles Erlebnis.

 

 

 

Speedy

       der Film

 


 

 

 

Speedy

       die Bildergalerie


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Kommentare: 4
  • #1

    Tanne (Montag, 02 Juli 2012 13:35)

    Und wieder einmal hast du es geschafft mich an einer deiner Geschichten/Erlebnisse fesselnd zu begeistern!! Voll Geil die begegnung mit speedy
    :-) weiter so :-)....

  • #2

    knacki (Montag, 02 Juli 2012 16:57)

    das ist ja wieder typisch für dich. hättest mal lieber einen tag mit deinem besten freund im freibad verbracht, dann hätten wir ganz andere mäuse gesehen, die uns natürlich bei etwas annäherung aus der hand gefressen hätten. liebe grüße knacki

  • #3

    schwobeader (Donnerstag, 05 Juli 2012 20:38)

    Halli hallo,
    echt witzig, Deine wilden Expeditionen ins heimatliche Tierreich. Und Deine begnadete Schreibweise reißt mich "alte Muddl" auf jedem Foi aus dem Schlafsessel.
    Liebe Grüsse an Inge

  • #4

    Biggi (Sonntag, 02 September 2012)

    Du solltest Kinderbücher schreiben. Dein Talent die Begegnung mit einer Maus in Worte zu fassen ist dermaßen spannend, daß man unbedingt alles lesen muß, obwohl man kein Kind mehr ist.