Horst Krischke

 

Rain am Lech

 

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Die Paarung der Kornnatter

Kornnattern erreichen ihre Geschlechtsreife mit ungefähr 2-3 Jahren und sollten vorher auch nicht verpaart werden. Eine Verpaarung unter 3-4 Jahren kann dazu führen, dass die Tiere in ihrer Entwicklung stehen bleiben, oder zumindest große Probleme bei der Eiablage haben oder am Ende vor Schwäche eingehen.

Meine Tiere haben das Paarungsalter erreicht, deshalb dürfen sie also auch verpaart werden.

Ende April 2012 fing das Weibchen an, etwas unruhig im Terrarium umherzukriechen. Wenig später war auch das Männchen auffallend aufgeregt im Terrarium zu beobachten. Da Tiere im Gegensatz zu uns Menschen ihre körperlichen Energien nicht sinnlos vergeuden, musste also entweder ein Ereignis anstehen oder es stimmte etwas im Terrarium nicht.

Zuerst dachte ich schon an die Eiablage, da ich schon ein paar Spuren von Verpaarung im Terrarium gefunden hatte, aber keine vorhergehende Begattung beobachten konnte.

Muttertag 2012, Sonntag, 13. Mai, jetzt war mir klar, was das Weibchen tagelang im Terrarium unternahm. Es verteilte Pheromone, auf das das Männchen natürlich sofort reagierte.

Anfänglich folgt das Männchen dem Weibchen durch das gesamte Terrarien, stupst es fortwährend mit dem Kopf an und versucht auf den Rücken des Weibchens zu kriechen. Das anerythristische Weibchen wird nun vom "Snow" Männchen verfolgt und heftig umworben. In dieser Zeit sind beide Partner so überhaupt nicht mehr an Futter interessiert.

Schlangen sind eben auch nur Menschen.

Stimmuliert wird das Weibchen, indem das Männchen auf ihren Rücken kriecht und versucht, seine Kloake unter die des Weibchens zu positionieren. Diese Werbephase kann einige Tage dauern, bevor es schließlich zur Kopulation kommt. Hat das Weibchen für dessen Dafürhalten genug Werbung durch das Männchen erfahren, wird die eigentliche Begattung eingeleitet.

Irgendwoher kennen einige Männer das doch, oder?

Zurück zu den Kornnattern.

Für die Begattung wird einer der beiden Hemipenes nun ausgestülpt und in die Kloakenöffnung des Weibchens eingeführt. Der Sexakt selbst dauert zwischen 15 und 30 Minuten und wird durch langsame Bewegungen der Schwanzenden begleitet.


Einen bis eineinhalb Monate nach der erfolgreichen Befruchtung der Eier werden diese in einen mit feuchtem Substrat vorbereiteten Behälter abgelegt. Der Behälter sollte gut zugänglich sein. Die weitere Inkubation der Eier findet dann im externen Inkubator statt und dauert bei 27 - 29°C um die 70 Tage.

Na schöne Sauerei,...
Na schöne Sauerei,...
...und wer macht das bitte wieder sauber?
...und wer macht das bitte wieder sauber?

Eiablagebehälter, durchsichtig und mit Einschlupfloch
Eiablagebehälter, durchsichtig und mit Einschlupfloch

Erneute Paarung am 12. Mai 2013 um die Mittagszeit am Muttertag.

Witzigerweise war die Paarung 2012 am 13. Mai 2012, auch Muttertag.

Bin auf 2014 gespannt.

Oh, Sche..., erwischt worden
Oh, Sche..., erwischt worden

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