Horst Krischke

 

Rain am Lech

 

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Wundergecko

 

 

Teratoscincus roborowski

    

sind eingezogen 

Wenn man einem Wundergecko in die Augen sieht, kann man eigentlich gar nicht mehr anders. Man muß ihn einfach mögen.

Bei mir ging das "mögen" soweit, das ich meine Sandboa Dame an einen einsamen Sandboa Mann vermitteln konnte und dadurch ein Terrarium frei hatte.

An dieser Stelle ein Dankeschön an Claudia und Swen für die Abnahme.

Am 9. August 2014 war es dann endlich soweit. Eine Dreiergruppe (1,2) trat den Einzug ins neu hergerichtete Terrarium (100x40x40cm) an. 

Der Bodengrund wurde vorher mit "Herb Pottery" von Lucky Reptlie vorbereitet, so daß die Tierchen nach Abtrocknung auch ihre Gänge graben können, in denen sie sich tagsüber so gerne aufhalten.

 

keine Mauslöcher, Wundergeckobaueingang
keine Mauslöcher, Wundergeckobaueingang

Als Tageslichtbeleuchtung dient eine LED Lichtleiste, die Sonnenauf und -untergang simulieren kann. Besonders interessant ist dies eben bei dämmerungs- und nachtaktiven Tieren. Die Mondlichteinstellung gewährleistet hier die Beobachtung der bis ca. 16 cm groß werdenden Geckos in ihrem Aktivmodus.

Als Hotspot dient eine Halogenlampe mit 75 Watt.

So herrscht im Terrarium im Sommer eine Grundtemperatur von 26° - 28°C und unter dem Strahler bis knapp 40°C. 

Nachts fällt die Temperatur auf Zimmerniveau ab und ahmt so eine natürliche Nachtabsenkung nach.

Die Luftfeuchtigkeit sollte bei 50-60% liegen.

Anhaltspunkt für die Temperatureinstellungen kann man sich idealerweise bei wetter.de holen. Denn Temperaturen und Luftfeuchtigkeitswerte aus der Literatur geben nicht immer einen kompletten Überblick über den Jahresverlauf an.

mittleres Temperaturmaximum in C° - Iran    
Jan Feb März April Mai Juni Juli Aug Sept Okt Nov Dez
8,2 10,4 15,8 21,5 27,4 33,6 36,5 35,7 32 25 17,3 10,9

 Quelle: wetter.de

mittleres Temperaturminimum in C° - Iran    
Jan Feb März April Mai Juni Juli Aug Sept Okt Nov Dez
-6,2 -0,8 3,4 8,4 13 16,9 20,2 19 14,6 9,3 4 -0,6

 Quelle: wetter.de














Quelle:

www.klimadiagramme.de

Wundergeckos bewohnen in ihrem natürlichen Habitat Wüsten und Halbwüsten mit spärlicher Bepflanzung. Bei den bekanntesten Seiten habe ich mal herauskopiert, wo die Geckos auf dieser Welt herumtollen:

Iran über die Ostküste des Kaspischen Meeres bis nach Westchina. Afghanistan, Nordwest-Pakistan. Auf der Arabischen Halbinsel besiedelt die Art ein isoliertes Gebiet im Deiländereck Katar, den Arabischen Emiraten und Oman.

Teratoscincus roborowski kommt ursprünglich aus China.

An dieser Stelle ein Dankeschön an Phillip Rößler für die Unterstützung und die angebotene fachliche Beratung.

Wundergeckos haben einen recht großen und breit erscheinenden Kopf, in der Relation zum restlichen Körper. Die zwei großen Augen weisen auf eine nachtaktive Lebensform hin.

Wie bei anderen Echsen haben auch die Teratoscincus roborowski mehrere Sollbruchstellen im Schwanz, die ihnen ermöglichen, bei Angriff etwaiger Fressfeinde, diese mit einem Stück Schwanz zufrieden zu stellen und mit dem restlichen Körper ein sicheres Versteck aufzusuchen. Das fehlende Stück wächst relativ schnell nach.

Auch die großen Hautschuppen lösen sich leicht. Man muß also beim Fangen dieser Tiere gut aufpassen. Aber auch die Schuppen wachsen wieder nach.

Erdbauarbeiten können auch schon mal daneben gehen.
Erdbauarbeiten können auch schon mal daneben gehen.

Auf vielen Seiten bekommt man zu lesen, die Geschlechter wären äußerlich sehr schwer zu unterscheiden. Nur die Schwellungen der Hemipenestaschen der Männchen würden das Geschlecht verraten.

Hierzu kann sich jeder selbst seinen Reim machen. Ich meine schon bei den Männchen etwas maskulieneres ausmachen zu können.

Hierzu habe ich die beiden Geschlechter als Portrait fotografiert und nebeneinander gestellt. 


Wundergeckos sind eierlegende Reptilien. Nach einer Winterruhe von mehreren Wochen in einem kühlen Zimmer, beginnt mit steigender Wärme auch schon die Paarungszeit. Hierzu können die Weibchen in einem Jahr bis zu vier mal zwei Eier legen. Diese werden entweder im Sand vergraben oder einfach in ihren Erdbauten abgelegt.

Wenn man im Netz nach Inkubationstemperaturen und -zeiten bei Wundergeckos sucht, findet man Bereiche von 25-31°C und 65-110 Tagen.

Wir werden es sehen, denn am 08.08.2014 wurden zwei Eier abgelegt, wovon eines leider zerstört aufgefunden wurde. Das intakte Ei wird bei 28°C bebrütet.

Wichtig ist, daß die Eier im Inkubator trocken inkubiert werden müssen, also einfach nur in eine Box mit Sand gelegt werden.

Wann der/die Kleine schlüpft, sehen wir dann und wird an dieser Stelle dann auch bekannt gegeben.

07.12.2014: Leider ist aus dem Ei nichts geschlüpft.

Teratoscincus roborowski kann ein Alter von 10 - 13 Jahren erreichen und ernährt sich hauptsächlich von Insekten. Auch Beeren und Früchte soll man den kleinen Kobolden anbieten. Ein Stück Sepiaschale kann auch nicht schaden.

Die dämmerungsaktive Lebensweise bringt natürlich auch mit, das man tagsüber ruhen oder schlafen sollte. Das das aber so saucool über die Bühne geht, hätte ich nicht gedacht. Auf den ersten Blick sieht das Ruhen der Wundergeckos nach kranken Echsen aus. Wenn man ihnen dann zu nahe ans Terrarium kommt, merkt man, das sie wirklich nur "chillen". Dann suchen sie doch das nächst beste Versteck auf.

Tagsüber abhängen
Tagsüber abhängen
Nachts aus
Nachts aus
den Löchern kriechen
den Löchern kriechen

und die Nacht
und die Nacht
zum Tag machen.
zum Tag machen.

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